Kurze Filme drehen, schneiden, zeigen...
und was man noch so alles mit dem Handy anstellen kann vom 9.-10. Juni in Kiel.
Erstes NORLA-Vorbereitungstreffen
Vom 30.08. – 02.09. geht es wieder rund in Rendsburg. Und wir sind mitten drin.
Am 13.06.2012 gibt es um 19 Uhr ein erstes Vorbereitungstreffen hier in der Geschäftsstelle in Rendsburg. Da sind eure Ideen und Kreativität gefragt. Melde dich einfach bei Michael Weltzien.
Macht mit bei der Erstellung der ersten Landjugend-App!
Apple konnte von der Notwendigkeit einer bundesweiten Landjugend-App überzeugt werden. Die App soll nicht von einer Agentur erstellt werden, sondern mit Hilfe von Fachleuten aus dem Verband. Für Apple ist das ein Modellprojekt. Wir suchen also Personen mit technischen (Grund-)Kenntnissen, die an der ersten Landjugend-App in Kooperation mit Apple mitarbeiten möchten.
Wer Lust hat, kann sich mit beigefügtem Formular bewerben. Es können nur Fahrtkosten gezahlt werden.
Sei mit deiner Laju-Gruppe dabei ...
wenn bundesweit tausende Lajus beim Projekt Ich. Du. Wir. Fürs Land. vom 21.09. bis zum 14.10. aktiv werden...
Das AAS-Programm...
für das 1. Halbjahr findet ihr hier...
Terminübersicht 2012...
des Landesverbandes steht hier zum Download bereit.


Drei Wochen Nordirlandaustausch
Herzliche Gastfreundlichkeit auf der Grünen Insel
In Nordirland gibt es viele Schafe, alte Burgen, und es regnet jeden Tag zur selben Zeit. So viel wusste ich schon mal, als ich den dreiwöchigen Austausch zwischen dem Landjugendverband Schleswig-Holstein und der nordirischen Landjugend, dem Young Farmers’ Club of Ulster, begann. Oder ich glaubte es zumindest zu wissen, doch schon während meines Aufenthaltes wurde mir schnell klar, dass viele meiner Vorurteile gar nicht oder nur zum Teil stimmten.
So überraschte mich das Wetter schon am Anfang meiner ersten Woche mit strahlendem Sonnenschein und teilweise wärmeren Temperaturen als zuhause. Nachdem mich meine Austauschpartnerin Emily aus County Antrim am ersten Tag vom Flughafen in Belfast abgeholt und ich ihre Freunde und Familie bei einem großen Abendessen kennengelernt hatte, fuhren wir am nächsten Tag zur Atlantikküste, wo wir die anderen „exchangees“ und ihre Gastgeber trafen.
Gemeinsam besichtigten wir die zwei wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten Nordirlands: zum einen den Giant’s Causeway, der aus über 40.000 meist sechseckigen Basaltsäulen besteht, die vor ungefähr 60 Millionen Jahren aus einem Vulkanausbruch hervorgegangen sind, und zum anderen die Carrick-a-rede rope bridge, eine 30 m hohe Hängebrücke, auf die sich die meisten von uns auch hinauftrauten.
Am Abend dieses Tages trafen wir uns alle im Kelly’s, einem von Nordirlands größten Nachtclubs, wieder. Dort konnte ich gleich feststellen, dass in Nordirland die Nachtruhe ein bisschen ernster genommen wird als bei uns. Die Bar macht pünktlich um 1 Uhr die Schotten dicht, die Musik geht um viertel nach eins zusammen mit dem Licht aus, und wer sich danach immer noch nicht zum Gehen bequemt hat, wird von der Security sanft vor die Tür geleitet. Doch dieses relativ frühe Ende des Abends kam mir und den anderen „exchangees“ sehr gelegen, da sich unsere Gastgeber so viel Mühe mit dem Programm gegeben hatten, dass wir so gut wie keine freie Minute hatten und somit ziemlich müde waren.
Unter anderem hatten wir eine Stadtführung und Shoppingtour in Belfast unternommen, diverse Youngfarmers Veranstaltungen besucht, die älteste Whiskybrennerei besichtigt und sind reiten gewesen. Die Woche ließen wir mit einem BBQ (Barbecue) ausklingen, vergleichbar mit der Scheunenfete bei uns. Am Sonntagmorgen wurde ich von meiner nächsten Gastfamilie abgeholt.
Nachdem wir einen Rundgang über seinen Hof gemacht hatten, half ich meinem neuen Gastvater am Nachmittag beim Melken seiner 40 Kühe. Am nächsten Tag überraschte mich meine Gastmutter mit frisch gebackenen, landestypischen Scons und selbstgemachter Kirschmarmelade. Nach diesem gelungenen Start in den Tag genoss ich den Ausflug zum Transport- und Folkmuseum, wo uns die Lebenssituation der Iren vor 100 Jahren nähergebracht wurde.
Das Highlight der Woche war aber der Ausflug, den ich und meine Austauschpartnerin Amelia nach Dublin unternahmen. Nach einem ausgiebigen Ulster Frie, also typischem Frühstück mit gebratenem Speck, Pilzen, Rührei, Toast, Würstchen und Bohnen, ging es auf eine Stadtrundfahrt bis zum Guinness Museum. In diesem sehr modernen Gebäude wurde die Geschichte und Entstehung des Dunkelbieres nachgestellt, wobei eine Verkostung natürlich nicht fehlen dürfte. Nach Beendigung der Stadtrundfahrt machten wir noch einen ausgiebigen Stadtbummel und fuhren spät abends mit dem Zug wieder zurück nach Newry. In dieser Woche unternahmen wir auch noch vieles mehr mit allen Exchangees zusammen, zum Beispiel einen Besuch im Aquarium, eine Bootstour, Minigolfspielen und die Besichtigung vieler kleiner, typischer Hafenstädtchen.
Am nächsten Sonntag traf ich meine dritte und letzte Gastfamilie bei einem gemeinsamen Picknick, wo man sich gleich besser kennenlernen konnte. In dieser Woche zeigten mir meine beiden Gastschwestern Kathryn und Vanessa die Sehenswürdigkeiten des County Londonderry. So besichtigten wir nicht nur die Stadt Londonderry, wo ich mehr über die Konflikte zwischen den Protestanten und Katholiken erfuhr, sondern machten auch eine Bootstour auf dem Lough Erdin. Am Freitag überraschten mich meine Gastschwestern mit einer Hausparty, die sie extra für mich und die anderen Exchangees organisiert hatten. Es gab einen eigenen DJ und zwei riesige Hüpfburgen, auf denen sich die vielen Gäste austoben konnten.
Da ich am Mittwoch schon wieder nach Hause fliegen sollte, stand mir am Sonntagmorgen ein sehr trauriger Abschied bevor, da alle anderen Exchangees im Gegensatz zu mir nicht drei, sondern sechs Wochen in Nordirland blieben und zu ihren nächsten Gastfamilien fahren sollten.
Mein Austausch in Irland war eine unvergessliche Zeit, die viel zu schnell vorbei war. Ich habe Seiten des Landes kennengelernt, von denen man nur etwas durch den Aufenthalt in Gastfamilien erfährt. Besonders zu schätzen gelernt habe ich die liebevolle, gastfreundliche Art der Iren.
Lisa Stieper
LJG Luhnstedt













