Bestimmt mit - auf der Landesversammlung
Am Sonntag, 19.09. findet ab 10.30 Uhr die Landesver-sammlung in der Deula Rendsburg statt. Landjugend-preis, Strohpuppenwettbewerb, Vorstandswahlen und vieles mehr!
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Zivi in der Landwirtschaft
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Internationale Grüne Woche 2010 – die Schleswig-Holsteiner in Berlin
Im Terminplan eines jeden reisefreudigen Landjugendlichen ist ein Januartermin schon auf Jahre hin ausgebucht: die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin. Nicht nur die Messe, sondern auch die dortigen Veranstaltungen des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) locken jedes Jahr mehrere hundert Schleswig-Holsteiner an.
Bei Ankunft am Hotel Berlin City war aus den Businsassen schon eine richtige Gruppe geworden, denn während der Fahrt hatte man sich auf die Zimmer aufgeteilt, aber auch gegenseitig mit Frühstück und Getränken ausgeholfen. Obwohl alle mehrere Stunden im Bus gesessen haben, ließen sich die Wenigsten nehmen, zum Jugendforum des BDL zu fahren.
Im ICC fand unter dem Motto „100 Tage nach der Bundestagswahl – Politik von Jugend für Jugend“ eine Diskussion statt. Der BDL-Bundesvorsitzende Gunther Hiestand begrüßte dazu gemeinsam mit der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Katrin Biebighäuser die jüngsten Bundestagsabgeordneten der Fraktionen, Sven-Christian Kindler (Bündnis 90/Die Grünen), Daniela Kolbe (SPD) und Prof. Dr. Erik Schweickert (FDP). Das Plenum war aufgefordert, Fragen zu stellen, und so wurden aus Sicht der jeweiligen Parteien Themen wie der Generationenvertrag, der Weg aus der Finanz- und Wirtschaftskrise und das Wachstumsbeschleunigungsgesetz beleuchtet – eine spannende Veranstaltung!
Doch in Berlin reden die Landjugendlichen nicht nur mit Politikern, sondern auch mit Ihresgleichen aus allen Regionen. Erste Chance für den länderübergreifenden Austausch gab es auf der Fete des BDL in der Arena. Mit den neuen „Ich bin 1 Laju“-Shirts eroberten die Nordlichter die Halle und die Tanzfläche. Die Tornados aus Schleswig-Holstein sorgten dafür, dass ordentlich getanzt wurde – und der Wein aus Baden-Württemberg für Annäherungen bis runter nach Bayern.
Trotz einer langen Nacht in der Bundeshauptstadt ging es am Sonntag früh zur Jugendveranstaltung. Die Bundesvorsitzenden Anne Hartmann und Gunter Hiestand moderierten einen Promi-Talk mit Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, dem Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg, Peter Hauk, DBV-Präsident Gerd Sonnleitner und Margret Vosseler aus dem dlv-Präsidium und bezogen dabei das Publikum ein. Auf die Frage hin, wer im ländlichen Raum bleiben möchte, erhoben sich alle 2.500 anwesenden Landjugendlichen und setzten damit ein Zeichen.
Im Rahmen der IGW startete der BDL die Kampagne zum Thema „(B)isst du billig?“. Damit soll verstärkt auf Wertigkeit hingewiesen werden. Nicht nur Lebensmittel werden, wenn man bedenkt welche Arbeit und Zeit in ihnen steckt, heutzutage zu „Spottpreisen“ verkauft, auch das Ehrenamt erhält durchaus nicht den Stellenwert, den es verdient.
Nach dem Promi-Talk verfolgten alle die Premiere des Theaterstücks „Lisa und das Geheimnis der Telefonzelle“: Ein zeitreisender Schüler lernt dabei das Leben der Neandertaler und von Adam und Eva kennen. Die Reisen verdeutlichen, wie schön es im Jahr 2010 doch ist. Um das Leben der heutigen Zeit zu genießen, zog es danach die meisten auf die Messe oder aber in das Musical „Dirty Dancing“. Der Sonntagabend stand zur freien Verfügung, und viele strömten zur Fete der Niedersächsischen Landjugend in die Unversal Hall.
Dass Berlin und Deutschland nicht immer eins gewesen sind und es mal eine DDR gab, wussten wohl alle. Aber die Chance, in einem Trabbi zu sitzen, hatten nur die, die mit im DDR-Museum waren. Ein Museum zum Anfassen. Alte Liederbücher, Kinderspielzeuge, Produkte mit für uns merkwürdig klingenden Namen – und eben der Trabbi. Alles durfte ausprobiert werden. Nach dieser „Kultureinheit“ kamen dann die Junglandwirte auf ihre Kosten. Auf dem Junglandwirtekongress diskutierten Experten und Expertinnen aus der Landwirtschaft, der verarbeitenden Wirtschaft und dem Handel unter dem Motto „Nicht ohne... Verbraucher, Märkte, Preise und uns JunglandwirtInnen!“ im Dachgartenfoyer des ICC Berlin über die aktuellen und zukünftigen Markt- und Preisentwicklungen in der Landwirtschaft sowie über die Zusammenarbeit der Marktpartner in der Produktionskette vom Erzeuger bis zum Verbraucher. In der Diskussion zeichnete sich eine deutliche Mehrheit der Meinungen für die Stärkung der Regionalität ab, um die heimische Landwirtschaft und Wirtschaft zu unterstützen sowie Arbeitsplätze zu erhalten. In Zeiten der Globalisierung werde der regionale Aspekt als Gegenpol umso wichtiger – dies sei eine Chance für junge Landwirte und Landwirtinnen, aber auch für die verarbeitenden Betriebe sowie für den Handel.
Am Montagabend traf man sich dann erneut mit Landjugendlichen aus allen Bundesländern im Saal 2 des ICC zum Landjugendball. Nachdem dieser traditionell mit einer Polonaise des Bundesvorstandes und der Landesvorstände und einem Walzer eröffnet, durfte getanzt werden, bis die Sohlen glühten. Alle hatten sich ins gute Tuch gehüllt. Kleine Pannen dabei konnten sofort vor Ort behoben werden, denn Nadel und Faden passen in jede Handtasche.
Leider ging es am Dienstag dann wieder heim. Doch selbst das konnte die Stimmung der Gruppe nicht trüben, denn dank durstiger Krokodile, einer lustigen Busfahrerin und der richtigen Musik ging es auf der Fahrt fröhlich zu. Da sich in den vier Tagen neue Freundschaften gebildet hatten, wurden auch Nummern und Sprüche ausgetauscht. Ein Dank an die überaus kompetente und spaßige Reiseleitung der stellvertretenden Landesvorsitzenden Hanno Wulf und Sandra Jäckel und an das Hotel Berlin City, das erneut mit allem diente, wonach einem Schleswig-Holsteiner so zumute ist.
Kathrin Funk










