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„Wir fürs LAND“ 2009

72 Stunden: Landjugendliche aus 31 Ortsgruppen zeigten, was sie können

Im Rahmen der Aktion „Wir fürs Land“ präsentierte sich die Landjugend in Schleswig-Holstein: Mit mehr als 1000 Teilnehmern krempelten sie die Ärmel hoch um für eine gemeinnützige Sache ihr ehrenamtliches Engagement zu zeigen.
Bis zur Eröffnung und der damit verbundenen Bekanntgabe der Aufgabe wussten die Landjugendlichen nicht, womit sie beauftragt wurden. Doch sie machten sich sofort mit Eifer an die ihnen gestellten Aufgaben, die sehr unterschiedlich waren: In Bargum (Nordfriesland) war eine Grillhütte aus Holz zu erstellen, gedeckt mit Dachziegel und einem gepflasterten Fußboden. Die Landjugendgruppe Breitenfelde (Herzogtum-Lauenburg) baute in einem Neubaugebiet einen Spielplatz mit einem bepflanzten Windschutzwall. Den Schulhof der Grundschule in Süderhastedt umgestalten war die Aufgabe der Landjugend Buchholz u. U. (Dithmarschen). Dabei durften sie eigene Ideen entwickeln. Den Weg zum Haupteingang pflasterten sie im Hundertwasser-Stil. Die Badestelle am Bordesholmer See wurde von den Landjugendlichen der Gruppe Flintbek (Rendsburg-Eckernförde) sauber gemacht und hergerichtet. Den Kinderspielplatz in Neuenbrook gestaltete die LJG Krempermarsch (Steinburg)neu. Dazu baute sie alle vorhandenen Geräte ab und setzte sie neu auf, dazu bauten sie noch einen Spielturm, Klettergerüst, Schaukel und Wippe.

LJG Albersdorf

Mit Hilfe einer Zeichnung wurde ein Buswartehäuschen in Looft von der LJG Steinburger Geest (Steinburg) errichtet. Die LJG Marne (Dithmarschen) erneuerte die Windschutzwand am Spielplatz an der Helser Sporthalle, hierbei wurden sie von Zimmerleuten unterstützt. Ein Grill soll Urlauber und Familien einladen mit ihren Kindern glückliche Stunden in Tating zu verbringen. Der Unterstand und die Umzäunung des Spielplatzes müssen erneuert werden und ein neuer Rundtisch aufgestellt werden, damit wurde die LJG Tating (Nordfriesland) beauftragt. An der Schleuse in Kasenort (Steinburg) steht jetzt ein neuer Pavillon, den baute die LJG Wilstermarsch. In Meeschendorf auf Fehmarn (Ostholstein) gibt es jetzt für die Fahrrad-Touristen einen Rastplatz mit Schutzhütte, errichtet von den Fehmarner Landjugendlichen. Mit einem anschließenden Grillfest wurde am Sonntag nach Beendigung der Aufgabe gleich die Umgestaltung der Außenanlage der Gemeindewohnung in Sarlhusen den Dorfbewohnern präsentiert. Die LJG Sarlhusen (Steinburg) bewegten Erde, pflanzten Bäume und Sträucher, säten Rasen und verlegte Pflastersteine. Die LJG Albersdorf (Dithmarschen) gestaltete den Grillplatz in Schafstedt neu. Sie errichteten einen neuen Steinkreis und eine neue Feuerstätte, bauten Bänke und begrünten alles mit Sträuchern.

LJG Bargum

In allen Gemeinden wurden die Landjugendlichen durch Sach- und Geldspenden der ansässigen Firmen unterstützt. Aber auch für die Verpflegung während der Aktion war bestens gesorgt, mit Getränken und Speisen wurden alle Helfer gut gestärkt und bei Laune gehalten. Auch das wurde durch zahlreiche Spenden möglich gemacht. Die große Anteilnahme der Bevölkerung in den Gemeinden sorgte mit dafür, dass diese Aktion ein voller Erfolg wurde.

LJG Steinb. Geest

„Pinselstrich statt Spatenstich“

Den ersten Pinselstrich am Holzhaus der Badestelle Bordesholm setzte die Jugenministerin zusammen mit Lara-Lena Stoffregen.

Mit diesen Worten eröffnete die Jugendministerin Dr. Gitta Trauernicht am 14. Mai die 72 Stunden-Aktion „Wir fürs Land“ in Schleswig-Holstein am Bordesholmer See. Zusammen mit Bürgermeister Norbert Baschke gab sie der Landjugendgruppe Flintbek und weiteren BesucherInnen bekannt, welche Aufgabe die Gruppe innerhalb der kommenden 72 Stunden bearbeiten sollte.

Erik Wrage aus dem Landesvorstand erzählte den über 70 Gästen am See, warum die Landjugend diese Aktion durchführt: „Wir wollen gemeinsam etwas für das Land und für die eigene Landjugendgruppe schaffen. Wann kommen schon so viele Jugendliche zusammen und packen gemeinsam etwas an? Ob Spielplatz bauen, Jugendraum herrichten, Wanderweg anlegen – so vielfältig die Aufgaben sind, so vielfältig ist auch die Landjugend. Am Ende werden wir voller Stolz auf das Geschaffte zurück schauen. Gemeinschaft versetzt Berge und gibt jedem das Gefühl von Heimat“. Danach gab er das Wort an die Jugendministerin. „Nach diesen 72 Stunden wird das Land nicht mehr so sein wie vorher: an 31 Stellen im Land wird es bemerkenswerte Veränderungen geben.“ prophezeite Dr. Gitta Trauernicht. So viele Landjugendgruppen, mit insgesamt über 1.000 ehrenamtlichen jungen Menschen, nahmen in diesem Jahr an der „72 Stunden-Aktion“ in Schleswig-Holstein teil.
Nach all den lobenden Worten sollten aber auch Taten folgen. Der Bordesholmer Bürgermeister überreichte der Gruppe Flintbek die Aufgabe. Die Badestelle samt Holzhaus, Bootshaus und Badeinsel galt es in Stand zu setzen. Und so begann die Ministerin pünktlich um 18 Uhr dem Holzhaus mit Farbe zu einem neuen Antlitz zu verhelfen. Statt dem berühmten Spatenstich gab es dieses Mal den Pinselstrich...

Erik Wrage vom Landesvorstand und Jugendministerin Dr. Gitta Trauernicht eröffneten die 72-h-Aktion in Schleswig-Holstein.
Zum Abschluss ließen die Landjugendlichen und alle Gäste Luftballons mit Postkarten mit vielen guten Wünschen für die Aktion fliegen.